Erscheinungsformen der Année philologique

Die Année philologique existiert oder existierte in verschiedenen Formen :

  • ein gedruckter Band, der jedes Jahr im Sommer erscheint. Es dauert mindestens eineinhalb Jahre zwischen dem Erscheinen einer Veröffentlichung und ihrer Erwähnung in der Année philologique ;
  • Microfiches. Am Anfang der 80er Jahre waren die Bände 1 (1924-1926) bis 44 (1973) in dieser Form verfügbar. Sie konnte sich nicht durchsetzen und wurde aufgegeben ;
  • zwei CD-ROMs, die The Database of Classical Bibliography (DCB) ausmachten. Die 2. Fassung, erschienen im Jahre 1997, bot den Inhalt der Bänder 45-60. Die Herstellung dieser CD-ROMs, die sowohl PC- als auch Macintosh-kompatibel sein sollten, wurde zu teuer und unter anderem deswegen nicht fortgesetzt ;
  • eine elektronische Version namens AnPhilNet, die von Richard Goulet, ausgehend von der Datenbank der AnPhil, aufbereitet wurde. AnPhilNet war von 1999 bis 2002 kostenlos im Internet zugänglich und enthielt nur diejenigen Einträge, die seit der elektronischen Verarbeitung der Année philologique (also Bände 66-70) erstellt wurden ;
  • seit 2002 eine Online-Datenbank mit dem Namen «L’Année philologique sur Internet», deren Benutzung kostenpflichtig ist. Es handelt sich um eine Oracle-Datenbank, erstellt unter der Leitung von Éric Rebillard, dem ehemaligen stellvertretenden Direktor der Année philologique. Sie ermöglicht zur Zeit eine Abfrage der Daten aus den Bänden 20 (1949) bis 77 (2006).

Die Verwendung des zuletzt erschienenen gedruckten Bandes ist fast unentbehrlich für jeden Spezialisten, der etwas über die in den früheren Bänden noch nicht aufgenommene Produktion wissen möchte und eine Rubrik des ersten Teils oder eine Abteilung des zweiten insgesamt durchsehen will. Dies gilt besonders, wenn diese sehr umfangreich sind (was z. B. bei der Rubrik Testamenta oder bei der Abteilung Archäologie der Fall ist). Das ist übrigens der Grund, warum dieser Band seit Oktober 2008 auf der Website der Online-Datenbank als geschützte PDF-Datei durchgeblättert werden kann. Unterstrichen sei auch die Nützlichkeit des Index nominum antiquorum, des Index geographicus und des Index nominum recentiorum, die keine Entsprechung in der Online-Version haben. Dafür ermöglicht die Online-Suche, sehr schnell alle Daten der gedruckten Sammlung zum eingegebenen Thema zusammenzutragen und sogar, dank der Volltextsuche (und unter der Bedingung, dass man über die notwendigen sprachlichen Kenntnisse verfügt), die Kompensierung des Fehlens einer Suchmöglichkeit nach Schlüsselwörtern. So kann ein Benutzer, der sich für Gift in der Antike interessiert, durch die Volltextsuche die Einträge der Datenbank finden, die die Wörter « poison » (Englisch, Französisch), « Gift » (Deutsch), « veleno » (Italienisch), « veneno » (Spanisch), usw. enthalten.

Dadurch, dass sie die wissenschaftliche Produktion im einen Fall synchron, im anderen diachron präsentieren, ergänzen sich der gedruckte Band und die Online-Datenbank eher, als dass sie miteinander konkurrieren.

  • Français
  • English
  • Deutsch
  • Español
  • Italiano