Rédaction de Lausanne
Die Beziehungen der Année philologique zur Schweiz, vor allem zum Kanton Vaud, waren immer sehr eng, zum einen, weil ihr Gründer Jules Marouzeau, der 1915 in deutsche Gefangenschaft geraten war, im folgenden Jahr in einem Sanitätslager in Bex im waadtländischen Chablais interniert wurde, wo er bis zum Ende des 1. Weltkrieges blieb und Freundschaften knüpfte, die er während seines ganzen Lebens pflegte, zum anderen, weil Juliette Ernst, die seit 1929 an dieser Bibliographie mitarbeitete, bevor sie 1931 Hauptredakteurin und später Direktorin wurde, Schweizerin war und in Lausanne studiert hatte, wie übrigens auch Marianne Bammate-Duvoisin, die ihr seit 1957 tatkräftig zur Seite stand. Die Schweizer Zweigstelle der Année philologique wurde im Jahre 1977 mit Hilfe des Fonds suisse de la recherche scientifique gegründet. Ihre Arbeit nahm sie jedoch erst 1978 mit dem Dienstantritt von Brigitte Coutaz-Lamy auf, die noch immer dort tätig ist. Administrativ ist die Schweizer Zweigstelle den Universitäten Lausanne und Genf, vertreten durch die Professoren Danielle Van Mal-Maeder und Paul Schubert, zugeordnet. Finanziert wird sie gemeinsam von der Association suisse pour l’étude de l’antiquité und der Académie suisse des sciences humaines et sociales.

